Medienpräsenz:
Unten aufgeführt sind einige Pressemitteilungen zum Thema "Therapiebegleithund" von Fachkreismitgliedern:
RP (Mönchengladbach) am 27.8.2011:

RP (Mönchengladbach) März 2011:

Zeitung Delphin Netzwerk im Oktober 2009:



Tierisch gute Therapeuten
Insgesamt 11 vierhufige Kollegen unterstützen die Ergo- und Diplom- Reittherapeutin Jutta Junker bei ihrer Arbeit mit körperlich und geistig, sowie psychisch eingeschränkten Patienten. Der Einsatzbereich ist sehr vielseitig: Dieser fängt an bei Konzentrationsstörungen und Selbstwertgefühlmangel oder Ängsten, geht über Wahrnehmungsstörungen bis hin zu Schlaganfallpatienten oder Autisten und Menschen mit geistiger Behinderung.
Im Unterschied zur „Hippotherapie“ (Krankengymnastik auf dem Pferd) bietet die Reittherapie vielfältige Möglichkeiten, um nicht nur körperlichen Defiziten „auf die Sprünge“ zu helfen, sondern auch die sozio- emotionalen Aspekte mit zu fördern.
Die dritte Variante – das „Heilpädagogische Reiten oder Voltigieren“- wird in der Regel in Gruppen mit dem Schwerpunkt Verhaltensproblemen durchgeführt.
Die Praxis Junker bietet sowohl die Reittherapie als auch das Heilpädagogische Reiten an.
Die Therapie mit ausgebildeten Ponys stärkt die Körperwahrnehmung, Koordination, Beweglichkeit, Orientierung, Sensibilität, Selbständigkeit sowie das Selbstbewusstsein der Patienten. Neben dem Reiten mit gezielt ausgewählten Übungen und Spielen werden sämtliche Aktivitäten rund um das Pferd wie Saubermachen, Streicheln und Füttern in die Behandlung mit einbezogen. „Der Energiefluss, die Wärme, Unvoreingenommenheit und das unglaubliche Einfühlungsvermögen der Tiere steigert die Konzentration und schafft Vertrauen“ erklärt Jutta Junker. Ein Beziehungsaufbau zu dem eingesetzten Tier ist immer Grundlage der Therapie.
Hauptklientel für die Reittherapie in der Praxis Junker sind Kinder. Das sechsköpfige Therapeuten- Team hat sich darauf eingestellt und viele Übungen und Spiele entwickelt bzw. adaptiert, die die Kinder in ihren Schwächen optimal unterstützen und Defizite aufarbeiten. Es werden viele Medien eingesetzt wie z.B. Ringe, Reifen, Bälle, Sandsäckchen, Tücher, Hanteln, Stangen, Planen, Fingerfarben, Würfel, Holzbuchstaben oder Therabänder. Je nach dem, wo die Schwierigkeiten bei den kleinen Patienten liegen, werden diese gezielt in die Therapie eingebracht.
Das siebenjährige Mädchen Lisa war zum Beispiel sehr kontaktscheu, mochte nie etwas anfassen, liebte aber Tiere über alles. Nach einigen Therapieeinheiten konnte sie ihre Handschuhe, die sie immer vorsorglich trug, ausziehen und ihr Pony Kalle mit den Fingerspitzen berühren. Sie hatte Vertrauen zu ihm gefasst und wollte ihn nun mehr berühren. Durch diese Motivation ist es gelungen, ihre taktile Defensivität angehen und abbauen zu können. Den krönenden Abschluss bildete das Anmalen des Ponys mit Fingermalfarbe.
Neben motorischen Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts, der Körperwahrnehmung oder Koordination - wie Slalom oder rückwärts reiten, Klatschverse durchführen und Ringe angeln, sich auf das Pferd legen und tragen lassen oder mit Fingerfarbe auf das Pony malen - werden auch Spiele wie Memory oder Wortketten bilden, Wege durch Labyrinthe finden und das Nachlegen von Wörtern oder das Lösen von gewürfelten Rechenaufgaben durchgeführt. So finden auch Kinder, die sich in der Schule verweigern, wieder Spaß an Schulsachen und sind viel motivierter zu lernen, um beim nächsten Therapie- Besuch wieder ein paar Worte mehr dem Pony vorlesen zu können.
„Der kleine Nick bringt seinem Pony Fino zur Zeit das Lesen bei“ so Jutta Junker. Nick liest ein aus Holzbuchstaben gelegtes Wort vor, die Therapeutin geht mit dem Finger mit. Das in der Hand ein kleines Leckerli versteckt ist, so dass Pony Fino seinen Kopf ebenfalls mitbewegt, wissen nur die Therapeutin und Fino. Für Nick ist es ein toller Erfolg: „Ich habe Fino das Lesen beigebracht!“.
Auch die geprüften Therapiebegleithündinnen Lotte und Mace werden als Co- Therapeuten in der Ergotherapie- Praxis eingesetzt. Beide haben mit Jutta Junker zusammen eine Ausbildung durchlaufen, die mit einer Prüfung abgeschlossen wurde. Das Wesen und viele therapeutische Fertigkeiten sowie theoretisches Wissen wurden dort abgefragt. Somit sind sie bestens für den Einsatz in der Therapie gerüstet. Sie helfen oft, den ersten Kontakt zu vereinfachen und Vertrauen zu schaffen. Auch das Schaukeln zusammen mit einer der Hündinnen in der Hängematte oder der Therapieschaukel bereitet den kleinen Patienten viel Freude. Bei älteren Patienten ist das Lagern auf dem Hund z.B. von einem spastisch-gelähmten Arm eine große Unterstützung, um Entspannung zu bringen. Natürlich bereitet es auch allen Patienten eine große Freude und regt zur aktiven Bewegung an, wenn der Hund Dinge anbringt, die vorher geworfen wurden.
Feinmotorische Tätigkeiten wie z.B. der Bau von Türmchen mit Leckerlis oder das Auffädeln einer Kette mit Leckerlis, die nachher den wartenden Hunden gefüttert werden können, sind eine weitere Facette der Einsatzmöglichkeiten.
Durch die gute Ausbildung der Hunde ist auch ein Einsatz bei hundephobischen Kindern möglich, wenn der Therapeut die Qualifikation dazu hat.
Mehrere Meerschweinchen runden das Angebot der tiergestützten Therapie in der Praxis ab. Diese werden zum Streicheln, Beruhigen, genauem Beobachten oder Abzeichnen (Motivation für Schreibübungen) eingesetzt. Auch kann das Verantwortungsbewusstsein geschult werden, indem ein Patient pflegerische Aufgaben übernimmt. Natürlich kann durch den Kontakt zu den Tieren auch die Taktilität verbessert werden: Rosettenmeerschweinchen oder Glatthaarmeerschweine fühlen sich unterschiedlich an, auch Heu, Stroh, Späne oder Futter können erfühlt werden.
Durch ihre Größe haben sowohl Hunde als auch Kleintiere den Vorteil, dass sie mobiler einsetzbar sind und so für mehr Menschen zugänglich sind. Ob ein Besuch im Altenheim oder das Halten und Streicheln auf dem Schoß- beides beruhigt und hebt die Stimmung des Patienten.
Natürlich muss bei jedem Einsatz eines Tieres genau beachtet werden, dass es dem Tier dabei auch gut geht. Es eignet sich nicht jedes liebe Tier automatisch als Co- Therapeut. Gezielt ausgewählt und ausgebildet hat man aber verlässliche Partner, die mit nichts zu bezahlen sind! Gut ist es, wenn man verschiedene Charaktere und Größen eines Tieres zur Verfügung stehen hat. So findet man auch für jeden Patienten bestimmt den richtigen Partner.
Wichtig: Fragen Sie nach, welche Ausbildungen der jeweilige Anbieter hat und klären Sie ab, ob der Anbieter einen entsprechenden Versicherungsschutz nachweisen kann. Auch die Tiere/ der Stall/ die Unterbringung der Tiere sollte einen gepflegten und guten Eindruck bei Ihnen hinterlassen. Tierärztliche Untersuchungen sowie Impfungen und Wurmkuren (mind. 4x im Jahr) sollten regelmäßig durchgeführt werden. Der Begriff „Reittherapeut“ oder „Therapiebegleithundeführer“ ist nicht geschützt, deswegen könnte sich rein theoretisch jeder so nennen.
RP (Duisburg) am 22.5.2009:

Training für Mensch und Tier
RHEINHAUSEN Golden- Retriever- Dame Mace blickt dem Plüschpapagei tief ins Knopfauge und ist augenscheinlich nicht sonderlich begeistert. Aber, sei’s drum: Was ein echter Therapie-Begleithund ist, der sollte sich durch so etwas nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Sechs Halter mit Hunden waren zum jüngsten Treffen des noch recht neuen „ Fachkreises Therapiebegleithunde West “ ins Bertha-Krankenhaus gekommen.
Therapiebegleithunde werden in der Arbeit mit Kranken und Behinderten, in der pädagogischen, psychologischen oder medizinischen Arbeit mit Menschen eingesetzt. Der Fachkreis will eine dauerhafte Fortbildung gewährleisten. Deshalb absolvierten die Teilnehmer des Treffens ein Programm aus Theorie und Praxis. Erstmal machten sie sich zum Kennenlernen auf zum gemeinsamen „Rudelspaziergang“. In praktischen Übungen ging es dann um Teamstärkung, Geduld, Konzentration bei Hund und Mensch, Schulung für Alltags- und Therapiesituationen.
Schließlich stehe auch ein bereits geprüftes Hund-Mensch-Team jeden Tag neuen Herausforderungen gegenüber, so die Fachkreis-Experten. So wurden Spiele ausprobiert, die in der Arbeit mit Hunden eingesetzt werden können. Um die Toleranz der Tiere gegenüber ungewöhnlichen Reizen zu schulen, kamen „Ungeheuer“ wie der quietschende Papagei zum Einsatz.
Die menschlichen Teilnehmer diskutierten Fallbeispiele des Arbeitsalltags. Bei ihnen handele es sich um Fachleute aus den Disziplinen Therapie, Pädagogik, Psychologie und Medizin, so dass die Erfahrungen der jeweils unterschiedlichen Tätigkeitsfelder die Arbeit aller anderen Teilnehmer bereichern könne, so der Fachkreis. Unter anderem wollen sie Standards für eine Nachprüfung für die Hunde erarbeiten, durch die regelmäßig getestet werden soll, ob ein einmal geprüftes Tier auch weiterhin geeignet für den Einsatz als Therapiebegleithund ist.
Das nächste Treffen des Fachkreises ist am 19. September.
www.therapiebegleithunde-west.de
Neuss- Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 15.05.2009:
RP (Duisburg) am 8.5.2009:
RP (Mönchengladbach) am 19. September 2008:
Rheinische Post (Mönchengladbach) am 19. Juni 2008:

RP (Duisburg) am 9.5.2008:

Rheinische Post (Mönchengladbach) am 21.07.2006:

Tierisch guter Therapeut
Labradorhündin Maxi liegt auf dem Terrassenboden. Auf der Seite, alle Viere von sich gestreckt. Ihre dunkelbraunen Augen sind zu müden, schmalen Schlitzen zusammengezogen. Das goldblonde Fell glänzt in der Mittagssonne. Plötzlich erhebt sich Maxi ein wenig schwerfällig und trottet gemächlich in den Flur. Hier macht sie es sich wieder bequem. Alles ganz in Ruhe. Die kühlen dunkelgrünen Bodenplatten im Flur sind ihr wohl doch lieber als die knallheiße Terrasse.
Maxis beruhigende Ausstrahlung ist wichtig für ihren Job. Ergotherapeutin Jutta Junker (27) setzt ihren Labrador nämlich in der hauseigenen Praxis als Co-Therapeuten ein. Die Patienten werden schon bei ihrer Ankunft schwanzwedelnd von der Hündin an der Tür beschnuppert. „Wenn jemand ängstlich ist, halte ich sie natürlich zurück”, sagt Jutta Junker. Seit Karfreitag 2004 lebt Maxi bei ihr und Ehemann Oliver (30). Das Paar hat die Hündin vom Tierschutzverein Retriever in Not übernommen.
Jutta Junker wollte schon lange einen Hund haben. Im Internet sah sie dann Maxis Bild. Dass die Hündin so gut als Therapiebegleithund geeignet ist, zeigte sich erst später. Wie Maxis Vorleben aussah, kann ihr Frauchen nur vermuten. „Ich weiß nicht, wie alt sie ist”, ist die Therapeutin ratlos. „Irgendwas zwischen sechs und neun Jahren.” Wahrscheinlich habe sie ständig in einer sechs Quadratmeter kleinen Hütte gesessen. Als die Junkers Maxi übernahmen, sah man ihr die Qualen an. „Sie hatte keine Muskulatur, Untergewicht und die Zähne waren abgekaut vom Beißen in Gitterstäbe”, erinnert sich die 27-Jährige. Heute ist Maxi wohl genährt und gepflegt.
Jutta Junker hat dem Labrador beigebracht, auf ihre Befehle zu hören und nicht jedem Leckerli hinterherzujagen. Das belohnende Trockenfutter ist wichtig in den Therapiestunden. Leckerli werden zum Beispiel am oberen Ende einer Sprossenwand deponiert. Jutta Junkers kleine Patienten sind dann viel motivierter, hinaufzuklettern.
Natürlich dürfen sie Maxi das Futter später geben. Maxis Anwesenheit wirkt auf die jungen Patienten beruhigend und motivierend. Sie können bei den Übungen für Wahrnehmung, Motorik und Koordination viel besser folgen. „Es ist enorm, wie gerne die Kinder hier her kommen”, freut sich die Therapeutin. Auch bei Schlaganfallpatienten kommt Maxi zum Einsatz. Sie schleckt Leberwurst von Körperpartien oder dient als Bein-Stütze. Das mildert Spastik und dient der Entspannung.
„Der Energiefluss und die Wärme des Tieres helfen den Patienten”, erklärt Jutta Junker. Sie verwöhnt ihre Maxi sehr. Nicht zuletzt, weil die Hündin seit kurzem an Knochenkrebs leidet. „Jetzt hat sie so ein gutes Leben, und dann so was!”, ist ihr Frauchen traurig. Aber Welpe Lotte, von einem seriösen Züchter, steht schon in den Startlöchern für die Nachfolge als Co-Therapeut.
Autor: Nadine Fischer
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